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Sexuelle Anziehung

Synonyme:

  • Sexuelle Anziehungskraft
  • Sexuelle Begierde

Sexuelle Anziehung ist ...

  • die Kraft, die Menschen andere Menschen erotisch und sexuell anziehend finden lässt
  • ein unbewusster Auswahlprozess
  • bei den meisten Menschen auf ein Geschlecht begrenzt:
    heterosexuelle Menschen
    fühlen sich vom anderen Geschlecht sexuell angezogen
    homosexuelle Menschen
    fühlen sich vom gleichen Geschlecht sexuell angezogen
  • bei einigen Menschen aber auch unabhängig vom Geschlecht:
    bisexuelle Menschen
    fühlen sich von beiden Geschlechtern sexuell angezogen
    pansexuelle Menschen
    treffen keine Vorauswahl nach Geschlecht
  • einigen Menschen unbekannt
    asexuelle Menschen
    kennen keine sexuelle Anziehung - in der Mehrzahl aber andere Arten von Anziehung zu anderen Menschen. Beispielsweise Sympathie, Freundschaft, romantische Anziehung, intellektuelle Anziehung, Liebe und noch viele andere mehr

Wie entsteht sexuelle Anziehung?

Die Gründe, warum ein Mensch A einen Menschen B sexuell anziehend findet - einen Menschen C dagegen nicht - sind noch nicht ganz geklärt. Sowohl Attraktivität als auch das Aussehen eines Menschen ist nur sekundär wichtig. Ähnlich wie bei der Entscheidung, ob ein anderer Mensch uns sympathisch ist oder nicht, entwickelt sich sexuelle Anziehungskraft unbewusst in Bruchteilen von Sekunden.

Manche Menschen senden - ebenfalls unbewusst - unterschwellige Signale aus, die auf andere Menschen sexuell anziehend wirken. Diesen Menschen spricht man "Sexappeal" zu.

Sexuelle Anziehung ist stark an die sexuelle Fortpflanzung gekoppelt. Da ein potentieller Partner dazu gewisse Voraussetzungen (Gesundheit, Fortpflanzungsfähigkeit, Fruchtbarkeit, Paarungsbereitschaft, ...) erfüllen muss, ist die sexuelle Anziehung auf Partner gerichtet, die einerseits gesunde Kinder versprechen und andererseits auch Vorteile bei Großziehen dieser Kinder.

Der Geruchssinn spielt dabei eine besondere Rolle. Über unseren Geruchssinn erhalten wir unbewusst Informationen über den anderen Menschen, beispielsweise Informationen über sein Immunsystem, seinen Gesundheitszustand und seine Paarungsbereitschaft. Die chemischen Botenstoffe dieser Informationsübertragung werden als Pheromone bezeichnet.